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Brennpunkt Fachkräftemangel: Politik und Kammer ziehen an einem Strang

Auf dem Empfang der Bayerischen Staatskanzlei am 21. Juli 2023 (von links): Marei Rose, Mitarbeiterin des Referats Zahnärztliches Personal der BLZK, Dr. Dorothea Schmidt, Referentin Zahnärztliches Personal der BLZK, Sven Tschoepe, Hauptgeschäftsführer der BLZK, Gesundheitsminister Klaus Holetschek, Dr. Brunhilde Drew, Referentin Zahnärztliches Personal der BLZK, Dr. Barbara Mattner, Vizepräsidentin der BLZK, und Carola Berger, Mitarbeiterin des Referats Zahnärztliches Personal der BLZK

(c) Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Die Bayerische Landeszahnärztekammer und die Landtagsfraktionen von CSU und Freien Wählern wollen dem Fachkräftemangel in Zahnarztpraxen und Arztpraxen gezielt entgegenwirken. Ziel ist es, mehr Fachpersonal zu gewinnen und dieses länger im Beruf zu halten.

Die Fraktionen der CSU und der Freien Wähler im Bayerischen Landtag haben in einem gezielten Antragspaket gefordert, den Beruf der Zahnmedizinischen und Medizinischen Fachangestellten (ZFA und MFA) zu reformieren und aufzuwerten. Besonders erfreulich aus Sicht der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) ist es, dass das Berufsbild ZFA darin prominent erwähnt wird und eine angemessene Wertschätzung erfährt.

Bessere Fort- und Weiterbildung, attraktivere Arbeitszeitmodelle

Ziel des Antragspakets ist es, mehr (zahn-)medizinisches Fachpersonal zu gewinnen und dieses auch länger im Beruf zu halten. Dazu sollen beispielsweise Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten verbessert, das betriebliche Gesundheitsmanagement ausgebaut und attraktive Teilzeit- und Arbeitszeitmodelle geschaffen werden. Die Bayerische Landeszahnärztekammer begrüßt laut Pressemitteilung diese politische Initiative und bedankt sich für die Wertschätzung – insbesondere auch für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA).

Ein Ziel: weniger Abbrecher in der Ausbildung

BLZK-Vizepräsidentin Dr. Barbara Mattner sagt: „Der Fachkräftemangel in den bayerischen Zahnarztpraxen ist ein großes, wachsendes Problem. Mindestens ebenso wichtig wie die Gewinnung von Fachkräften beziehungsweise Auszubildenden ist allerdings, diese auch im Beruf zu halten, denn nach wie vor brechen überdurchschnittlich viele Azubis im Bereich ZFA ihre Ausbildung vorzeitig ab. Dieser bedrohlichen Entwicklung muss dringend Einhalt geboten werden. Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Regierungsfraktionen im Bayerischen Landtag, insbesondere bei den gesundheitspolitischen Sprechern Bernhard Seidenath (CSU) und Susann Enders (Freie Wähler), für die große Anerkennung im Rahmen des Antragspakets. Langsam, aber sicher bekommt der ZFA-Beruf die Aufmerksamkeit, die er schon lange verdient.“

ZFA-Kampagne der Kammer geplant

Die beiden Referentinnen für den Bereich Zahnärztliches Personal der BLZK, Dr. Brunhilde Drew und Dr. Dorothea Schmidt, ergänzen: „Die Beschlussfassung des Antragspakets im Bayerischen Landtag ist für den ZFA-Beruf ein bedeutender Schritt nach vorne. Wir werden die zukünftigen Maßnahmen kammerseitig durch eine ZFA-Kampagne begleiten, bei der wir im Rahmen vieler Einzelmaßnahmen für das Berufsbild ZFA werben wollen. Dabei arbeiten wir zusammen mit unserem engagierten Referatsteam mit Hochdruck daran, um die Arbeits- und Rahmenbedingungen so attraktiv wie möglich zu gestalten und noch mehr junge Menschen für diesen spannenden Beruf zu begeistern.“

ZFA beim Staatsempfang zu Gast

Ein ganz besonderes Dankeschön der BLZK geht auch an die Bayerische Staatsregierung, die am 21. Juli 2023 ausgewählte ZFA aus Bayern zu einem Staatsempfang in die Residenz eingeladen hat, um deren besondere Leistungen angemessen zu würdigen.

Quelle: BLZK Politik Team Praxis

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