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Cerec Masters weisen am 6. Mai 2022 mit Zirkonoxid den Weg in der „Königsdisziplin“

(c) CMC

Zirkonoxidkeramik, vor zwei Jahrzehnten als „weißer Stahl“ für Kronen- und Brückengerüste eingeführt (ZrO2, 3Y-TZP, tetragonal zirconia polycrystals), benötigte aufgrund seiner Eigenfarbe und Opazität eine aufbrennkeramische Verblendung. Auf dem Weg zu monolithischen, das heißt verblendfreien Restaurationen tauchten Färbelösungen auf, um sich zumindest der Zahnfarbe anzunähern. Auch industriell voreingefärbte Fräsblocks boten nicht die perfekte Lösung, wenn es um eine Frontzahnkrone mit hohem Ästhetikanspruch ging. Die exakte Zahnfarbe, deren Verlauf von zervikal nach inzisal, die Opaleszenz – dies war nur mit individualisierenden Malfarben zu erreichen.

Multilayer-Zirkonoxide

Die vollanatomische, verblendfreie Krone aus Zirkonoxid wurde mit der Einführung der Multilayer-Zirkonoxide möglich, die mehrere Schichten in einem Block kombinieren (Abb. 1). Den „Dentinkern“ bildet das opake, hochfeste 3Y-TZP; lichtleitende Zwischen- und semitransparente „Schmelzschichten“ bestehen aus 4Y- und 5Y-TZP. Die Dotierungen bieten abgestufte Festigkeiten von 600 bis 1.200 MPa, differenzierte Opazitäten und Farbpigmentierungen, zahnadäquate Farbverläufe und die Lichttransmission. Die Fräsrohlinge werden zur Schneide hin immer heller und somit transparenter – dadurch sind sie geeignet für lichtoptische Ästhetikanforderungen im Inzisal- und Okklusalbereich.

Optimale Bedingungen schaffen

Der Ausbau der Lichtleitfähigkeit geht mit einer Anhebung des Yttriumanteils einher; dadurch sinkt generell die Biegefestigkeit und die Phasenstabilität des transluzenten, monolithischen Materials im Vergleich zum reinen Gerüstwerkstoff. Die sich daraus ergebenden Unterschiede sind allerdings bei einwandfreien funktionellen Bedingungen für Einzelzahnrestaurationen oder für kurzspannige Brücken klinisch nicht relevant.

Die optischen Eigenschaften des mehrschichtigen Zirkonoxids liegen ungefähr auf dem Niveau von Lithiumsilikat. Die Lichtleitfähigkeit von Zirkonoxid wird beeinflusst durch die Sinterungs-Parameter: Schnellsintern vermindert die Transluzenz.

Unter medizinischen Gesichtspunkten ist vor allem der deutlich reduzierte Substanzabtrag im Vergleich zu verblendeten Restaurationen von Bedeutung. Mit der monolithischen Zirkonoxidrestauration wird die aufbrennkeramische Verblendung und damit das Risiko für das Chipping umgangen, aber auch nicht grundsätzlich ausgeschlossen (Cut-back für Labialverblendung).

Der sichere Weg in die „Königsdisziplin“

In der Frontzahnbehandlung spielt die Ästhetik eine große Rolle. Zahnformen, Farbverläufe und Transparenz bestimmen die Werkstoffauswahl sowie das klinische Vorgehen. Dentinfarbe, Präparationstiefe und Befestigungstechnik bestimmen die Wandstärke der Restauration. Bei Zirkonoxid beeinflusst die festigkeitssteigernde Sinterung die Transluzenz. Funktionelle Voraussetzungen sichern den therapeutischen Erfolg.

Man sieht: Eine ganze Reihe von Faktoren beeinflussen die Ästhetik sowie die klinische Haltbarkeit der Restauration. Das gilt auch für Zirkonoxidrestaurationen im Frontzahnbereich. Die Cerec Masters haben sich ausgiebig in die Frontzahnbehandlung mit Multilayer-Zirkonoxid für Kronen und Brücken eingearbeitet und wollen ihre Kenntnisse mit den Kursteilnehmern teilen.

Workshop am 6. Mai 2022 in Ellwangen

Der Workshop „Zirkonoxid mit Cerec im Frontzahn“ findet am Freitag, 6. Mai 2022, ab 16 Uhr Uhr bis Samstag, 7. Mai, 15 Uhr in Ellwangen bei der Firma Ivoclar statt. Unter der Leitung von Dr. Andreas Kurbad, Viersen, werden die Teilnehmer mit der folgenden Agenda vertraut gemacht:

  • Indikationsbereiche für Zirkonoxid
  • Restaurationsdesign für Zirkonoxid und die Cerec-Software
  • Nachbearbeitung der Restaurationen vor dem Sintern
  • Färben von Zirkonoxid
  • Sinterprozess und Sinterofen
  • Postprocessing, Ausarbeitung, Bemalung, Politur
  • Befestigung von Zirkonoxid, konventionell und adhäsiv.

Abb. 1 FZ-Brücke aus mehrschichtigem Zirkonoxid mit fließendem Schichtverlauf (e.max ZirCAD Prime). Bild: Ivoclar
Abb. 1 FZ-Brücke aus mehrschichtigem Zirkonoxid mit fließendem Schichtverlauf (e.max ZirCAD Prime). Bild: Ivoclar
Hands on: Jeder Teilnehmer stellt im Kurs eine Molarenkrone und eine ästhetische Frontzahnbrücke aus polychromatischem Zirkonoxid her.
Der Kurs richtet sich an Zahnärzte und Zahntechniker mit Cerec- und/oder inLab-Vorkenntnissen sowie an Zahnärzte, die sich die Materialvielfalt zur Erzielung bestmöglicher klinischer Ergebnisse erschließen wollen.
Anmeldungen sind online oder per E-Mail möglich. Für die Teilnahme gibt es 10 Fortbildungspunkte (KZBV).
Manfred Kern, Wiesbaden
für den Cerec Masters Club

Quelle: Cerec Masters Club Digitale Zahnmedizin Fortbildung aktuell Ästhetische Zahnheilkunde Materialien

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