0,00 €
Zum Warenkorb
  • Quintessence Publishing Deutschland
Filter
621 Aufrufe

Kurznachrichten und Informationen aus der (dentalen) Welt – März 2025

(c) Quintessenz

Petition für Mindestlohn in der Dentalbranche

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) hat eine Online-Petition zum Mindestlohn in der Dentalbranche gestartet. Ziel ist es, für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) sowie angestellte Zahntechnikerinnen und Zahntechniker über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz einen Branchenmindestlohn von 17,50 Euro zu erreichen. Die Petition kann ab sofort unterzeichnet werden.

Trotz ihrer zentralen Rolle für die Mundgesundheit in Deutschland und einem hohen Verantwortungsgrad liegen die Gehälter für diese Fachkräfte nach drei- beziehungsweise dreieinhalbjähriger Ausbildung nach wie vor im Niedriglohnbereich. „Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit lag das mittlere monatliche Bruttoentgelt (Median) für voll-zeitbeschäftigte ZFA im Jahr 2023 bei 2.521 Euro. Ein Viertel erhält weniger als 2.177 Euro in Vollzeit und somit 12,57 Euro pro Stunde. In den östlichen Bundesländern liegt der Median sogar nur zwischen 2.363 Euro in Brandenburg und 2.274 Euro in Thüringen“, so Hannelore König, vmf-Präsidentin. „Für das Zahntechnikhandwerk wird ein monatliches Vollzeitentgelt von 2.982 Euro angegeben. Wobei die geschlechtsbezogene Lohndifferenz mit 19,8 Prozent besonders hoch ist. Der Bruttostundenlohn von vollzeitbeschäftigten Zahntechnikerinnen betrug im Median 15,55 Euro pro Stunde. Die männlichen Kollegen erhielten 19,38 Euro.“ (Quelle: vmf)

Schäden durch Fehlverhalten im Gesundheitswesen so hoch wie nie

Zum 8. Mal legte der Vorstand des GKV-Spitzenverbandes seinen Bericht über die „Arbeit und Ergebnisse der Stelle zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen“ vor. Mit mehr als 200 Millionen Euro erreichten die Schäden 2022/23 einen neuen Höchststand, so der GKV-SV. Allerdings konnten fast die Hälfte der offenen Forderungen in Höhe von rund 92 Millionen Euro gesichert werden. Dies sei ein erfreulicher Anstieg um 35 Prozent (2020/2021: 59 Millionen Euro). Das Geld konnte somit wieder für die Versorgung eingesetzt werden.  Man wolle jetzt auf eine engere Zusammenarbeit der Kassen drängen und künftig auch KI einsetzen, um Fehlverhalten schneller zu erkennen.

Der 8. Fehlverhaltensbericht zeigt, dass grundsätzlich alle Leistungsbereiche der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung von Fehlverhalten betroffen sind. Zu den Delikten gehören vor allem die Abrechnung nicht erbrachter Leistungen (Luftbuchungen), die Abrechnung erbrachter Leistungen ohne vertragsgemäße Qualifikation, unzulässige Zusammenarbeit oder Urkundenfälschung. Die überwiegend externen Hinweise betreffen an erster Stelle die Pflegeversicherung (SGB XI), dicht gefolgt von der häuslichen Krankenpflege (§ 37 SGB V). Fast 50 Prozent aller externen Hinweise betrafen damit Delikte im Bereich der Pflege. Der Pflegebereich stehe mit einem Schaden von mehr als 62 Millionen Euro zum wiederholten Male im Brennpunkt des Fehlverhaltens, hier konnten lediglich 21 Millionen Euro gesichert werden.

In den vergangenen beiden Jahren hat vor allem die Zahl professionell gefälschter Papierrezepte drastisch zugenommen. Kriminellen gelingt es dabei - trotz regelmäßiger Warnungen der Krankenkassen - immer öfter, gefälschte Verordnungen für besonders hochpreisige Arzneimittel (wie Ozempic oder Mounjaro, aber auch Schmerzmittel wie Fentanyl oder Tilidin) in Apotheken einzulösen, die dann zu Lasten der Kostenträger abgerechnet werden. Auch vergleichsweise wenige Fälle verursachten hier im Ergebnis hohe Schadenssummen. Die konsequente Nutzung des E-Rezepts dürfte diese Fälschungen in Zukunft allerdings deutlich erschweren, so der GKV-SV. (Quelle: GKV-SV)

Erster „Female Founder Award“ an Praxisgründerin verliehen

Dr. Juliane von Hoyningen-Huene, Dentista Vorstand, Dr. Rebecca Otto, Präsidentin Dentista, Sabine Zude, Geschäftsführerin CGM Dentalsysteme, und die ausgezeichnete Gründern Dr. Hanna Mauritz.
Dr. Juliane von Hoyningen-Huene, Dentista Vorstand, Dr. Rebecca Otto, Präsidentin Dentista, Sabine Zude, Geschäftsführerin CGM Dentalsysteme, und die ausgezeichnete Gründern Dr. Hanna Mauritz.
Foto: Quintessence News/MM
Dr. Rebecca Otto, Präsidentin von Dentista, rückte am IDS-Freitag eine Frau ins Rampenlicht. Dr. Hanna Mauritz wurde als erste mit dem neuen „Female Founder Award“ ausgezeichnet. Sie hat am Rande des Erzgebirges mit der „Zahnarztpraxis am Kurpark in Bad Schlema“ eine Zahnarztpraxis eröffnet, und dies obwohl sie drei kleine Kinder hat. „Wir brauchen mehr solche Role Models unter uns Zahnärztinnen“, so Otto. Unterstützt wurde die Auszeichnung von CGM. (Quelle: Quintessence News)

Digitaler Qualitätsreport der BZÄK: vier neue Themen

Der Qualitätsreport der Bundeszahnärztekammer wurde um vier Themenbereiche erweitert: zahnärztliche Berufsanerkennung, fachzahnärztliche Weiterbildung, zahnmedizinische Prophylaxe und vulnerable Gruppen.

Der digitale Qualitätsreport informiert über die Qualitätsinitiativen der (Landes-)Zahnärztekammern und Zahnarztpraxen vom Qualitäts- und Risikomanagement über Fortbildung und fachlichen Austausch bis hin zur Patientenberatung und zeigt den Mehrwert der Kammerarbeit. (Quelle: BZÄK)

 

85 Prozent glauben, Gesundheit und Pflege kommen zu kurz

Die Deutschen blicken mit großer Sorge auf die Koalitionsgespräche in Berlin, wenn sie an das Thema „Gesundheit und Pflege“ denken: 85 Prozent von ihnen glauben, dass dieses Thema in den aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD zu kurz kommt. Lediglich acht Prozent glauben das Gegenteil. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Forsa-Umfrage für den BKK Dachverband. Befragt wurden 1.000 Personen ab 18 Jahre.

Dringenden Handlungsbedarf sehen die Bürgerinnen und Bürger danach bei den explodierenden Krankenkassenbeiträgen: Immerhin 91 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass trotz steigender Kassenbeiträge die Qualität der Gesundheitsversorgung gleichbleibt oder sogar noch schlechter wird. Von der Politik erwarten sie eine gerechtere Finanzierungsstruktur. 42 Prozent wollen, dass versicherungsfremde Leistungen, also Leistungen, die nicht in direktem Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung der Versicherten stehen, aus Steuermitteln finanziert werden.

„81 Prozent sprechen sich sogar dafür aus, dass die Krankenkassen das Recht erhalten sollten, gegen die zweckfremde Verwendung ihrer Gelder durch die Bundesregierung vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen“, so der BKK Dachverband.
Gehe es nach den Bürgerinnen und Bürgern, muss die Prävention in Zukunft eine deutlich größere Rolle spielen als bisher: 77 Prozent der Befragten fordern, dass die Erhaltung der Gesundheit und die Vermeidung von Krankheiten einen größeren Stellenwert bei den Leistungen der GKV haben soll. Derzeit fließen nur rund 3 Prozent aller Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen in Prävention. (Quelle: BKK Dachverband)

Bundesregierung soll Rechtslage bei Terminvergabe in Arztpraxen überprüfen

Mit einer am 21. März 2025 gefassten Entschließung bittet der Bundesrat die Bundesregierung zu prüfen, ob die aktuelle Rechtslage bei der Terminvergabe in Arztpraxen zu einer Ungleichbehandlung von gesetzlich und privat Krankenversicherten führt. Die Bundesregierung soll zudem ermitteln, ob durch eine Änderung von Vorschriften ein gleicher Zugang zur ärztlichen Versorgung für alle Patienten sichergestellt werden könne, damit gesetzliche Versicherte genauso schnell einen Arzttermin erhalten wie Privatpatienten. Mit seiner Entschließung greift der Bundesrat einen Vorschlag aus Niedersachsen auf. Die Entschließung wird nun der Bundesregierung zugestellt. Sie bestimmt selbst, wann sie sich damit befasst – feste Fristen sind nicht vorgesehen.

Der Zugang zu schneller, qualitativ hochwertiger medizinischer Versorgung sei Grundvoraussetzung für ein gerechtes Gesundheitssystem, das Sicherheit und Verlässlichkeit gewährleistet. Allen Bürgerinnen und Bürgern müsse dieser Zugang unabhängig von ihrem Einkommen, ihrem Wohnort oder der Frage, ob sie privat oder gesetzlich krankenversichert sind, möglich sein, fordert der Bundesrat.

Um Ungleichheiten bei der Terminvergabe abzubauen, sollten die bestehenden gesetzlichen Regelungen auf ihre Auswirkungen hin überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Auch neue Lösungsansätze seien dabei in Betracht zu ziehen, wie beispielsweise Kontingente für Privatversicherte, Mindestquoten für gesetzlich Versicherte oder finanzielle Anreize für Ärzte, die überwiegend gesetzlich Versicherte behandeln. (Quelle: Bundesrat kompakt, Top 8)

 

Innovationsausschuss: Zwei zahnmedizinische S3-Leitlinien (weiter)entwickelt

Zahnärztinnen und Zahnärzte können sich bei der Behandlung von seltenen, genetisch bedingten Zahnerkrankungen künftig erstmals auf eine S3-Leitlinie stützen (VersSeErZ – Versorgung Seltener, genetisch bedingter Erkrankungen der Zähne). Ein vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss gefördertes Projekt hat die evidenzbasierten Empfehlungen entsprechend dem Regelwerk der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) neu entwickelt. Ein weiteres Projekt überarbeitete die zahnmedizinische S3-Leitlinie zur Vorbeugung von Karies bei Kindern und Jugendlichen durch eine Versiegelung von Zahnflächen (FissVers – Update der S3-Leitlinie Fissuren- und GrübchenVersiegelung).
Der Innovationsausschuss übermittelt die beiden Leitlinien an die AWMF mit der Bitte, sie im Leitlinienregister zu veröffentlichen. Auch begleitende Patientenleitlinien wurden von den Projekten entwickelt beziehungsweise aktualisiert. (Quelle: G-BA)

 

Neues Informationsportal zeigt alle Praxen und Einrichtungen

Mehr als 80.000 Arztpraxen, über 2.000 Krankenhäuser, rund 17.000 Apotheken machen den Blick auf die medizinischen Versorgungsangebote in Deutschland unübersichtlich. Eine neue Internetplattform der Barmer will hier Klarheit schaffen. Das Portal richtet sich laut Krankenkasse vor allem an Wissenschaft, Politik und Verwaltung und alle, die Versorgungsstrukturen im Gesundheitssystem analysieren wollen. Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer, erklärte, die Plattform sorge für mehr Transparenz und vereine dafür Daten zu den zentralen Versorgungsbereichen Krankenhäuser, Arzt- und Zahnarztpraxen, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Apotheken. Die neue „Gesundheitslandschaft“ könne auch Patientinnen und Patienten helfen, nach medizinischen Versorgungsangeboten in der eigenen Region zu suchen.

Die „Barmer-Gesundheitslandschaft“ ist als interaktive Karte aufgebaut. 15 Zoomstufen ermöglichen detaillierte Darstellungen, vom Bundesland bis zur Straße in der Nachbarschaft. Dabei können Gesundheitsversorger einzeln dargestellt oder zusammengefasst werden. Zusätzliche Filteroptionen erleichtern den Überblick über Facharztrichtungen, die Bettenklasse und Fachbereiche eines Krankenhauses oder zahnmedizinische Fachrichtungen. Neben den Standort-bezogenen Daten zeigt die Karte die Versorgungsdichte in einer Region, also wie viele medizinische Dienstleister zum Beispiel in einem Bundesland oder Landkreis im Verhältnis zur Einwohnerzahl zu finden sind.

„Die Barmer-Gesundheitslandschaft bietet nicht nur praktische Hilfe. Sie ist zugleich ein nützliches Instrument für versorgungspolitische Überlegungen“, so Straub. Datengrundlage des Portals sind Abrechnungsdaten der BARMER und Daten zu Krankenhäusern des Dienstleisters trinovis. (Quelle: Barmer BIfG)

Septodont ab Juni 2025 mit neuem CEO

Karim Khadr
Karim Khadr
Foto: Septodont
Septodont, der weltweit führende Anbieter von zahnärztlicher Anästhesie und führender Hersteller von zahnärztlichen Pharmazeutika und Medizinprodukten, kündigt eine Änderung seiner Führungsstruktur an. Mit Wirkung zum 2. Juni 2025 wird Karim Khadr zum Chief Executive Officer (CEO) ernannt. Karim Khadr wird die Nachfolge von Olivier Schiller, Mitglied der Eigentümerfamilie antreten, der dem Unternehmen weiterhin als Vorstandsvorsitzender zur Verfügung stehen wird.

„Diese Entwicklung ist ein natürlicher nächster Schritt für unsere Unternehmensgruppe und eine Entscheidung, die ich getroffen habe, da ich mich meinem 65. Geburtstag nähere“, sagte Olivier Schiller. „Ich habe Seite an Seite mit Karim gearbeitet, seit er 2021 zu Septodont kam, und habe seine strategische Denkweise, seine Werte und sein Engagement für unsere Mitarbeiter und unsere Kunden aus erster Hand erlebt. Er ist eine äußerst versierte Führungspersönlichkeit, und ich übergebe meine Verantwortung als Chief Executive Officer mit großem Vertrauen.“

Septodont ist ein führender Hersteller von Dentalpharmazeutika und Medizinprodukten. Seit ihrer Gründung im Jahr 1932 entwickelt, produziert und vertreibt die Unternehmensgruppe eine große Bandbreite an Produkten und Lösungen, die auf die Bedürfnisse von Zahnärzten auf der ganzen Welt zugeschnitten sind. Die Gruppe beschäftigt 2.300 Mitarbeiter und ist seit langem in mehr als 110 Ländern vertreten. Über den Dentalbereich hinaus arbeitet die Gruppe über ihre Abteilung Novocol Pharma auch mit Pharma- und Medizinproduktunternehmen zusammen, um Auftragsfertigungsdienstleistungen für pharmazeutische Produkte anzubieten, die eine Abfüllung in Zylinderampullen erfordern. Weitere Informationen auf der Firmenseite. (Quelle: Septodont)

Gemeinsames Diskussionspapier über den künftigen Umgang mit Medizinprodukten in der EU

In einem neuen gemeinsamen Diskussionspapier plädiert die europäische Medizintechnikindustrie, vertreten durch MedTech Europe, AESGP, COCIR, EEAR, EUROM und FIDE (Europäischer Dentalindustrie-Verband), für eine Reform des europäischen Regulierungssystems für Medizinprodukte (MD) und In-vitro-Diagnostika (IVD). Dies auch vor dem Hintergrund, dass vonseiten der EU Ende 2024 Reformen und Veränderungen am jetzigen System der Medical Device Regulation angekündigt hat.

Das Papier hebt die Mängel des derzeitigen vielschichtigen Regelungssystems hervor, die die Effizienz des CE-Kennzeichnungsverfahrens beeinträchtigen und zu Verzögerungen bei der Verfügbarkeit von Produkten für Patienten und Gesundheitssysteme sowie zu Herausforderungen für die Wettbewerbsfähigkeit des Medizintechniksektors in Europa führen. Um diese Probleme anzugehen, schlägt das Papier die Zentralisierung von Schlüsselaufgaben vor und beschreibt spezifische Rollen und Zuständigkeiten für eine künftige zentralisierte Governance-Struktur, die auf eine Verbesserung der Effizienz und Effektivität abzielt.

In dem Dokument wird betont, wie wichtig es ist, zunächst die wichtigsten Leitprinzipien festzulegen, das angemessene Maß an Befugnissen zu bestimmen und die Rollen und Verantwortlichkeiten zu definieren, die eine zentrale Struktur übernehmen sollte. Sobald diese grundlegenden Elemente vorhanden sind, kann eine detaillierte Folgenabschätzung durchgeführt werden, um den optimalen Aufbau und die Funktionsweise der zentralen Struktur zu definieren. (Quelle: AESGP)

Gassen: Grenzen der Belastbarkeit schon lange erreicht

Forderungen nach einem Ausgabenmoratorium bei den Gesundheitskosten hat der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Gassen, eine klare Absage erteilt. Ein Einfrieren der Ausgaben wäre ein fatales Signal an die Praxen und würde die ambulante Versorgung weiter schwächen, warnte er in einem Video-Interview. Vielmehr sei es notwendig, nach den Hausärzten endlich auch die Fachärzte zu entbudgetieren.

Gassen bezog sich auf eine Forderung des GKV-Spitzenverbands, der vor wenigen Tagen von der Politik eine Deckelung der Ausgaben im Gesundheitswesen verlangt hatte. Als Begründung hatte GKV-Chefin Doris Pfeiffer das milliardenschwere Defizit der Krankenkassen angeführt. Der AOK-Bundesverband hatte kurz zuvor ein Sofortprogramm zur Stabilisierung der Finanzen vorgelegt und unter anderem die Beibehaltung beziehungsweise Wiedereinführung der Honorarbudgets für Haus- und Kinderärzte gefordert. Gassen wies dies in dem Interview als „unverschämt“ zurück.

„Vieles funktioniert wirklich nur, weil die Kolleginnen und Kollegen in den Praxen eigentlich das Prinzip der Selbstausbeutung praktizieren“, sagte Gassen weiter. Die Mehrheit der Praxen habe die Grenzen der Belastbarkeit schon seit Langem erreicht. (Quelle: KBV)

Zahnärzte-Präsident Benz: „Über die privaten Versicherer bringen wir Fortschritt in die Praxen“

Die Zahnmedizin in Deutschland ist sehr leistungsfähig, betont der Präsident der Bundeszahnärztekammer Prof. Dr. Christoph Benz – auch dank der Innovationen, die die Private Krankenversicherung schnell in die Versorgung bringt. Darüber und über weitere Themen spricht er im Video-Interview in der Reihe „Starke Stimmen - starkes Gesundheitssystem“ mit dem PKV-Verband. (Quelle: PKV-Verband)

Künstliche Intelligenz in der medizinischen Versorgung

Wie werden künstliche Intelligenz und andere Technologien das Gesundheitswesen, seine Strukturen und die Rolle der darin tätigen Akteure verändern? Welches Regelwerk, welche Leitplanken braucht es für die Entwicklung und die Umsetzung eines attraktiven, zukunftsfähigen digitalen Gesundheitssystems?

Mit diesen Fragen wird sich der Hartmannbund in den nächsten Monaten intensiv auseinandersetzen. „Dabei gilt es, bei aller berechtigen Faszination für die medizinischen und technischen Möglichkeiten von KI, die ethischen und gesellschaftlichen Aspekte im Auge zu behalten“, sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt am Rande einer Hartmannbund-Veranstaltung, in deren Mittelpunkt die Zukunft einer digital transformierten Gesundheitsversorgung stand.

Ausgangspunkt für den vom Hartmannbund begonnenen Diskussionsprozess ist ein von Hartmannbund-Vorstandsmitglied und Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Dr. Theodor Uden in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Martin Hirsch, Leiter des Instituts für Künstliche Intelligenz in der Medizin an der Uni Marburg, erarbeitetes Thesenpapier. „Ziel unserer Initiative ist es, eine Debatte über ein zukunftsfähiges, und zugleich menschliches und Ethos bewahrendes Gesundheitswesen im Kontext digitaler Innovationen zu führen“, so Uden. Weitere Informationen (Quelle: Hartmannbund)

 

DGR²Z schreibt 10.000 Euro zur Förderung der Restaurativen und Regenerativen Zahnerhaltung aus

Mit dem DGR²Z-Kulzer-Scientific-Grant werden experimentelle oder klinische Forschungsvorhaben gefördert. Er richtet sich an nicht-promovierte oder promovierte, aber auch an kürzlich habilitierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Deadline für die diesjährige Bewerbungen ist der 31. Mai 2025.

Die Deutsche Gesellschaft für Restaurative und Regenerative Zahnerhaltung (DGR²Z) leistet gemeinsam mit der Firma Kulzer einen aktiven Beitrag zur Forschungsförderung und unterstützt Forschungsprojekte aus dem Bereich der restaurativen Therapie mit Fokus auf minimal-invasive Therapieansätze sowie Projekte aus der regenerativen Zahnmedizin. „Wir freuen uns gemeinsam mit Kulzer auf spannende und innovative Anträge, die zum Fortschritt in der Zahnerhaltung und insbesondere zur Versorgung unserer Patientinnen und Patienten beitragen“, sagt Prof. Dr. Anne-Katrin Lührs, Präsidentin der DGR²Z.

Informationen zur Beantragung der Förderung stehen auf der Homepage der DGR²Z bereit. Die Vergabe der Forschungsförderung erfolgt feierlich auf der 4. Gemeinschaftstagung der zahnärztlichen Fachgesellschaften vom 30. Oktober bis 1. November 2025 in Berlin. (Quelle: DGR²Z)

 

Koalitionsverhandlungen beginnen – Laumann und Lauterbach im Team

Am 13. März 2025 beginnen in Berlin die Verhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD über die Bildung einer Regierungskoalition. Unter den Verhandlern im Bereich Gesundheit und Pflege sind gleich zwei gesundheitspolitische Schwergewichte aus Nordrhein-Westfalen: Der NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann, der für die Union die Arbeitsgruppe 6 anführt, und der noch amtierende Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach, der für die SPD aber nur Mitglied der Gruppe ist. Die Leitung für die SPD übernimmt wieder Katja Pähle, sie ist Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag Sachsen-Anhalt und war ebenso wie Lauterbach schon bei den Verhandlungen zur Ampelkoalition dabei.

Weitere Verhandler aufseiten der Union sind die Gesundheitsministerin aus Schleswig-Holstein, Karin von der Decken, und ihre hessische Kollegin Diana Stolz, der gesundheitspolitische Sprecher Tino Sorge aus Sachsen-Anhalt, der Landtagsabgeordnete Albrecht Schütte aus Baden-Württemberg und neu der frisch in den Bundestag gewählte Virologe Prof. Hendrik Streeck aus Bonn. Von der CSU kommen der frühere Gesundheitsminister Klaus Holetschek, Stephan Pilsinger und Emmi Zeulner dazu.

Für die SPD verhandeln Lauterbachs Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Dittmer, die Gesundheitsminister aus Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch, aus Sachsen Petra Köpping, und Niedersachsen Andreas Philippi. Dazu kommt Matthias Mieves, Mitglied im Gesundheitsausschuss. (Quelle: Ärzteblatt)

GKV: Kassendefizit von 6,2 Milliarden Euro bestätigt

Mit der Vorlage der vorläufigen Finanzergebnisse der GKVfür 2024 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) am 7. März 2025 das hohe Defizit von 6,2 Milliarden Euro bestätigt. Laut BMG betrugen die Finanzreserven der Krankenkassen zum Jahresende 2024 nur noch 2,1 Milliarden Euro beziehungsweise rund 0,08 Monatsausgaben „und entsprachen damit nicht einmal mehr der Hälfte der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben.“ Auch der Gesundheitsfonds verzeichnete im Jahr 2024 ein Defizit in Höhe von 3,7 Milliarden Euro. Die Liquiditätsreserve betrug zum 15. Januar 2025 rund 5,7 Milliarden Euro.

Ein Hauptgrund für das Defizit sei die „äußerst dynamische Entwicklung durch die Aufwendungen für Krankenhausbehandlungen“, die stark gestiegenen Personalpflegekosten und der hohe Anstieg bei den Arzneimitteln.

Bei der zahnärztlichen Versorgung habe es nur ein moderates Wachstum, für 2024 galt hier noch die Budgetierung durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz. Die Aufwendungen für zahnärztliche Behandlungen stiegen gegenüber dem 4. Quartal 2023 um +3,1 Prozent/+418 Millionen Euro und für Zahnersatz um +3,8 Prozent/+151 Millionen Euro. (Quelle: BMG)

KBV-Vorstand: „Auch die Praxen gehören zur unverzichtbaren Infrastruktur“

Angesichts des milliardenschweren Investitionsprogramms von CDU/CSU und SPD fordert der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) eine stärkere Berücksichtigung der Praxen. Um den Investitionsstau der vergangenen Jahrzehnte endlich aufzulösen, müsse das geplante Sondervermögen für die deutsche Infrastruktur mit einem Praxiszukunftsgesetz einhergehen.
„Es ist folgerichtig, dass die drei Parteien nun den Krankenhaussektor im Sondervermögen Infrastruktur aufführen. Zur unverzichtbaren Infrastruktur unseres Landes zählen auch die Praxen der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, die mit rund 600 Millionen Fällen den mit Abstand größten Anteil der Patientenbehandlungen stemmen“ erklärten die KBV-Vorstände, Dres. Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner. Zudem stellten die Praxen mit ihren fast 800.000 Beschäftigten einen enormen Wirtschaftszweig dar, größer als die Automobilindustrie.

Bekräftigt wurden die Forderungen auf der Vertreterversammlung der KBV am 7. März 2025 in Berlin. „97 Prozent dieser Versorgung findet in ambulanten Praxen statt“, so der KBV-Vorstandsvorsitzender Gassen. „Und deshalb heißt Investition in Infrastruktur auch Investition in Praxen! Und diese Praxen brauchen Investitionen dringend. Der Investitionsstau im ambulanten Bereich beläuft sich aktuell auf 1,8 Milliarden Euro.“

Zur Sicherung der Versorgung brauche es zusätzliche Mittel, mahnte der KBV-Chef. „Wir brauchen eine Finanzierung der digitalen Infrastruktur, die Ausfinanzierung der Leistungsinanspruchnahme durch ALG-2-Empfänger und die Entlastung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von versicherungsfremden Leistungen.“ Nicht zuletzt angesichts der Selbstverständlichkeit, mit der der Bund gesamtgesellschaftliche und Infrastruktur-Aufgaben über die Sozialkassen querfinanziere, warnte Gassen: „Diese Zweckentfremdung von Geldern, die eigentlich in die Patientenversorgung gehören, muss aufhören!“ (Quelle: KBV)

Bewerbungsfrist MFA- und ZFA-Award verlängert

Die Bewerbungsfrist für den diesjährigen MFA-Award sowie den ZFA-Award wurde verlängert: Praxisteams können sich noch bis 31. März in verschiedensten Formaten für den Preis als bestes Praxisteam bewerben. (Ursprünglicher Bewerbungsschluss war der 14. März 2025). Die Preisverleihungen finden am Samstag, 28. Juni 2025, auf der Bühne des 18. Deutschen MFA-Tags & ZFA-Tags statt. Weitere Informationen beim PKV-Institut. (Quelle: PKV-Institut)

Frauenanteil bei Studierenden steigt kontinuierlich

Seit dem Wintersemester 2021/22 gibt es mehr Studentinnen als Studenten an deutschen Hochschulen. Wirtschaftswissenschaften und Sozialwesen gehören aktuell zu den beliebtesten Studienfächern bei Frauen. In der medizinischen Sparte sind im Fach Veterinärmedizin Männer klar in der Unterzahl, hier sind rund neun von zehn Studierenden weiblich. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller DatenCHECK des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

Zwischen den Wintersemestern (WS) 2013/14 und 2023/24 ist der Frauenanteil bei Studierenden in Deutschland um insgesamt 3,3 Prozentpunkte gestiegen. Im Wintersemester 2023/24 waren 1.460.481 Frauen an einer Hochschule eingeschrieben. Das entspricht einem Anteil von 50,9 Prozent. „125 Jahre nachdem in Deutschland die erste Frau ein Studium begann, sind nun die Studentinnen seit wenigen Jahren leicht in der Überzahl“, bilanziert Cort-Denis Hachmeister. „Mittlerweile erwerben mehr Frauen als Männer eine Studienberechtigung, etwa durch das Abitur. Auch neue akademische Ausbildungsberufe im Bereich von Pflege und Gesundheit spielen bei der Entwicklung eine Rolle“, so der Senior Expert Datenanalyse beim CHE.

Auf Ebene der Bundesländer zeigt sich ein recht einheitliches Bild. Lediglich im Saarland, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern studieren noch etwas mehr Männer als Frauen. Die Geschlechterverteilung in einzelnen Studienfächern zeigt große Unterschiede. In der Veterinärmedizin liegt der Frauenanteil bei 86 Prozent. Der Studienbereich Verkehrstechnik/Nautik weist eine ähnlich hohe Männerquote auf. Studienfächer mit einem nahezu ausgeglichenen Geschlechterverhältnis sind Geographie oder Chemie. Hachmeister: „Gesellschaftlich problematisch wird ein Geschlechterungleichgewicht in bestimmten Fächern, wenn dieses Probleme wie den Gender-Pay-Gap oder Fachkräftemangel in bestimmten Branchen weiter verschärft.“ Ein Blick auf die absoluten Zahlen zeige aber auch, dass sich die Studienfachwahl insgesamt gesehen nicht so stark unterscheide, wie es „klischeehafte“ Ungleichgewichte in manchen Fächern vermuten ließen und beispielsweise mehr Frauen Informatik als Germanistik studierten. (Quelle: DatenCHECK)

 

Geschäftsführerwechsel bei Permadental: Klaus Spitznagel verlässt das Unternehmen

Zum 1. April 2025 übernimmt Patrick Oosterwijk die Geschäftsführung der Permadental GmbH und tritt damit die Nachfolge von Klaus Spitznagel an. Spitznagel verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch, um sich neuen Herausforderungen in der europäischen Dentalbranche zu widmen, heißt es in der Unternehmensmitteilung von Modern Dental Europe zum Wechsel.

Mit mehr als 30 Jahren Firmenzugehörigkeit, darunter viele Jahre als Salesmanager und Marketingleiter sowie zuletzt 16 Jahre als Geschäftsführer, habe Klaus Spitznagel Permadental zu einem der führenden Komplettanbieter zahnmedizinischer Lösungen für Zahnärzte und Kieferorthopäden in Deutschland geformt, heißt es. Sein Nachfolger, Patrick Oosterwijk, ist seit 39 Jahren in der Dentalbranche tätig und sei ebenfalls bestens vernetzt. Nach vielen Jahren als Inhaber eines Dental-Labors mit Hauptsitz in Utrecht (NL), sowie eines Fräszentrum in Amersfoort und zwei Inhouse-Laboren an den Universitäten von Amsterdam und Groningen, verkaufte Oosterwijk 2012 an Elysee Dental, das neben Permadental (D) und Labocast (FR) zur Modern Dental Europe gehört.

Klaus Spitznagel (Mitte) verlässt Permadental zum 1. April 2025. Sein Nachfolger wird Patrick Oosterwijk (links). Torsten Schwafert, Geschäftsführung Modern Dental Europe, dankt Spitznagel für seinen Einsatz.
Klaus Spitznagel (Mitte) verlässt Permadental zum 1. April 2025. Sein Nachfolger wird Patrick Oosterwijk (links). Torsten Schwafert, Geschäftsführung Modern Dental Europe, dankt Spitznagel für seinen Einsatz.
Foto: Permadental

In den darauffolgenden Jahren hatte er verschiedene Führungspositionen bei Elysee Dental NL und Modern Dental Europe inne. Als leitender Zahntechniker und später als Director Scientific Relations and Training/Education trug er maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung von Elysee Dental in den Niederlanden bei. Seit 2022 führt er das Unternehmen erfolgreich als Geschäftsführer.

„Auch im deutschen Markt genießt der gebürtige Niederländer hohe Anerkennung. Durch seine Tätigkeit als Gastredner auf nationalen und internationalen Fortbildungsevents für Zahnärzte hat er sich eine starke Reputation aufgebaut. Patrick Oosterwijk möchte Permadentalkunden insbesondere bei der sich massiv beschleunigenden digitalen Transformation unterstützen und so helfen, bei gleichbleibend hoher Patientenmotivation Zahnmedizin noch effizienter und minimalinvasiver zu gestalten“, so die Ankündigung. 

Die europäische Geschäftsführung (MDE) um Torsten Schwafert danke Klaus Spitznagel für seinen jahrzehntelangen erfolgreichen Einsatz und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute. Gleichzeitig ist man überzeugt, mit Patrick Oosterwijk einen herausragenden Nachfolger gefunden zu haben, der eine kontinuierliche positive Entwicklung von Permadental sicherstellen wird. (Quelle: Permadental)

„Das duale Versicherungssystem ist eine Stärke des Gesundheitssystems“

Im Rahmen der Interviewreihe „Starke Stimmen“ hat Martin Hendges, Vorsitzender des KZBV-Vorstandes, mit dem Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) gesprochen. In dem Format kommen Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu Wort und sprechen über die Herausforderungen und mögliche Lösungen für das deutsche Gesundheitssystem.

Weil sie neue, wissenschaftlich belegte medizinische Leistungen häufig schneller als gesetzliche Kassen erstattet, bringe die PKV Innovationskraft in das Gesundheitssystem: Für die Zahnärztinnen und Zahnärzte ein entscheidender Faktor, so Martin Hendges. Im Interview beleuchtet Hendges auch die Rolle der Privatversicherten für die Wirtschaftlichkeit der Praxen sowie die Erwartungen der Zahnärzte an eine neue Bundesregierung. Das Interview kann auf YouTube https://www.youtube.com/watch?v=fIfyNeqzItE angesehen werden und steht auch als Transkription auf der Internetseite des PKV-Verbands zum Nachlesen zur Verfügung. (Quelle: KZBV/PKV-Verband)

Vertreterversammlung der KZV Berlin wählt neue Führung

Dr. Helmut Kesler ist neuer Vorsitzender der Vertreterversammlung (VV) der KZV Berlin. Auch seinen Stellvertreter, Frank Gustav Bloch, hat die VV in ihrer Sitzung am 24. Februar 2025 neu gewählt. Die bisherige Vorsitzende, Thekla Wandelt, und ihr Stellvertreter, Dr. Igor Bender, sind weiterhin Mitglied der VV. Die Vertreterversammlung bedankte sich sowohl bei Wandelt als auch Bender für ihre Arbeit im Vorsitz der VV in den letzten beiden Jahren und für ihren Einsatz zugunsten der Berliner Vertragszahnärzteschaft.

Der neue VV-Vorsitzende Kesler: „Thekla Wandelt und Igor Bender haben die VV während ihrer Amtszeit sehr engagiert geleitet. Ihre Tätigkeit hat der Vertragszahnärzteschaft in Berlin wertvolle Impulse geliefert und positive Veränderungen angestoßen. Dafür herzlichen Dank an beide. Frank Gustav Bloch und ich freuen uns auf unsere neue Aufgabe und darauf, der VV künftig in leitender Funktion zur Verfügung zu stehen.“ (Quelle: KZV Berlin)

BZÄK erneuert Forderungen an die künftige Bundesregierung

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat ihre Forderungen an eine künftige Bundesregierung nach der Bundestagswahl erneuert.I n der vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar ist die CDU mit 28,5 Prozent stärkste Kraft geworden. Aus Sicht der BZÄK ist es unerlässlich, dass das Thema Gesundheitspolitik, anders als im Wahlkampf, wieder verstärkt die notwendige Aufmerksamkeit erhält.
„100 Arbeitstage pro Jahr verbringt eine Vollzeitkraft in einer Zahnarztpraxis durchschnittlich mit der Erfüllung von Dokumentations- und Informationspflichten – eine Bürokratielast, die ebenso unnötig wie folgenreich ist. Dadurch bleibt weniger Zeit für die Patientinnen und Patienten. Wir fordern daher ein Ende der Prüfbürokratie und mehr Mut, den hochqualifizierten freien Berufen mehr Eigenverantwortung bei verschlankter Bürokratie zuzutrauen“, so die BZÄK.

Zusätzlich muss die neue Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Niederlassung verbessern, damit sich junge Zahnärztinnen und Zahnärzte gern weiterhin selbstständig überall in Deutschland niederlassen.

Um die hohe Krankheitslast in Deutschland zu mindern und damit volkswirtschaftliche Kosten zu verringern, müsse der Gesetzgeber Prävention stärker in den Fokus nehmen. Es wird zu häufig vergessen: Gesundheit beginnt im Mund, eine unbehandelte Parodontitis kann Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System nehmen und damit weitere Krankheiten, wie Diabetes oder Schlaganfälle, befördern. „Das kann sich Deutschland nicht mehr leisten“, heißt es. Die vollständigen Forderungen können auf der Internetseite der BZÄK abgerufen werden. (Quelle: BZÄK)

Nadja Spudat bringt zahnmedizinisches Praxiswissen und langjährige Verlagstätigkeit ein

Nadja Spudat
Nadja Spudat
Foto: Chr. Poellmann
Der Quintessenz Verlag freut sich, erneut sein Mediasales-Team mit einer erfahrenen neuen Mitarbeiterin verstärken zu können. Zum 1. März 2025 ist Nadja Spudat zum Berliner Verlag gewechselt. Sie bringt gleich doppelte Fachkompetenz mit: Als gelernte Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) und mit mehr als 15 Jahren Erfahrung im Bereich Verlag und Mediasales. Ihre Erfahrungen in der Zahnarztpraxis hat sie jüngst während der Elternzeit in einer renommierten Praxis wieder aufgefrischt. Nun setzt sie ihr Wissen für die kompetente Beratung der Mediakunden des Quintessenz Verlags ein – sie übernimmt die Betreuung der renommierten Fachzeitschriften „Implantologie“ und „Parodontologie“ und wird auch zu Online-Werbeformaten beraten.

„Wir freuen uns sehr, dass wir das Team unseres Verlags erneut mit einer erfahrenen Mitarbeiterin verstärken konnten. Gerade für uns als auf Zahnmedizin spezialisierten Verlag ist die doppelte Kompetenz von Frau Spudat besonders wertvoll – sowohl in der Beratung unserer Kunden als auch in der zielgruppengenauen Ansprache“, so Christian W. Haase, Geschäftsführer und Inhaber des Quintessenz Verlags.

Markus Queitsch, Mitglied der Geschäftsführung und Head of Media Sales des Verlags, freut sich ebenfalls über die qualifizierte Verstärkung seines Teams. „Frau Spudat bringt über ihre langjährige Tätigkeit beim Spitta-Verlag einen großen Erfahrungsschatz im Verlagswesen mit. Dass sie zudem über praktisches und aktuelles Wissen aus der Tätigkeit in allen Bereichen der Zahnarztpraxis verfügt, wird die Weiterentwicklung unseres Medienangebots nicht nur im Bereich Praxisteam unterstützen“. (Quelle: Quintessenz Verlag)

IDS ist jetzt auch auf LinkedIn aktiv

Screenshot: Quintessence News
Die Internationale Dental-Schau (IDS) erweitert ihre digitale Präsenz und hat einen eigenen LinkedIn-Kanal gestartet. Ziel ist es, den Austausch innerhalb der Branche zu intensivieren, aktuelle Trends in den Fokus zu rücken und eine zentrale Informationsplattform für Fachbesucher, Aussteller und Medienvertreter zu bieten, so die Meldung.

Der neue Kanal biete exklusive Einblicke in technische Innovationen, Experteninterviews und Fachbeiträge zu den wichtigsten Themen der Branche. Darüber hinaus informiert er regelmäßig über anstehende Veranstaltungen, neue Entwicklungen und relevante Markttrends. Damit begleitet die IDS ihre Community das ganze Jahr über und stärkt den Dialog innerhalb der internationalen Dentalbranche. Interessierte können ab sofort den IDS-LinkedIn-Kanal abonnieren, um keine Informationen zur bevorstehenden Messe vom 25. bis 29. März 2025 in Köln und darüber hinaus zu verpassen.

Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI), durchgeführt von der Koelnmesse GmbH, Köln. (Quelle: IDS)


Stephan Winterlik neuer Vertriebsleiter DACH Implantologie bei Bego

Stephan Winterlik
Stephan Winterlik
Foto: Bego
Stephan Winterlik hat bereits zum 1. Februar 2025 die Rolle des Vertriebsleiters für die Region DACH im Bereich Implantologie bei Bego Bremen übernommen. In dieser Funktion verantwortet er künftig die strategische Ausrichtung und das Wachstum des Unternehmensbereiches in Deutschland, Österreich und der Schweiz, teilt das Unternehmen mit.

Winterlik tritt die Nachfolge von Kirsten Penning an, die nach mehr als 30 Jahren erfolgreicher Tätigkeit bei Bego Bremen zum 1. April 2025 aus dem aktiven Dienst austritt. Während ihrer langjährigen Karriere hat Penning maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. „Ich freue mich sehr darauf, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem Team und unseren Partnern in der DACH-Region fortzuführen und neue Impulse für das Wachstum und die Weiterentwicklung von BEGO Bremen zu setzen. Für den ersten Austausch mit unseren Kunden werde ich auf der IDS sein“, erklärt Stephan Winterlik. „Kirsten Penning hinterlässt ein starkes Erbe, das wir gemeinsam weiterführen und ausbauen werden.“

Stephan Winterlik bringt als Zahntechniker umfassende Erfahrung im Vertrieb, im Bereich Implantologie, Prothetik und Management von zahnmedizinischen Produkten und 3D-Drucklösungen mit. Vor seiner neuen Aufgabe war er in verschiedenen leitenden Positionen bei Branchenführern im Bereich Vertrieb und Business Development tätig und habe sich einen exzellenten Ruf in der Branche erarbeitet.

Man sei stolz darauf, mit Winterlik einen erfahrenen und kompetenten Vertriebsleiter gewonnen zu haben. Das Unternehmen ist überzeugt, dass er mit seiner Expertise und seinem Engagement eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung und Stärkung der Bego Implantat und Prothetik Lösungen in der DACH-Region spielen wird, heißt es. (Quelle: Bego)

Quelle: Quintessence News Nachrichten Wirtschaft Politik Praxis Menschen Aus dem Verlag IDS

Adblocker aktiv! Bitte nehmen Sie sich einen Moment ...

Unser System meldet, dass Sie eine aktive AdBlocker-Software verwenden, die verhindert dass alle Seiteninhalte geladen werden können.

Fair geht vor: Unsere Partner aus der Industrie tragen durch ihre Anzeigen einen maßgeblichen Teil zum Betreiben dieser Newsseite bei. Diese finden Sie in überschaubarer Anzahl auf der Startseite sowie den einzelnen Artikelseiten.

Bitte setzen Sie www.quintessence-publishing.com auf Ihre „AdBlocker Whitelist“ oder deaktivieren Ihre AdBlocker Software. Danke.

Weitere Nachrichten

  
2. Apr. 2025

Seniorprof. Thomas Kocher für Lebenswerk ausgezeichnet

Greifswalder Parodontologe erhält Distinguished Scientist Award der European Federation of Periodontology
1. Apr. 2025

Drei Wege führen zum Skelett

Aktuelle Studie der Universität Basel analysiert Genregulation der Knorpel- und Knochenentwicklung
1. Apr. 2025

FDI: Mundgesundheit in elektronische Gesundheitsakten integrieren

Vereinheitlichung zahnärztlicher und medizinischer Gesundheitsakten in Consensus Statement skizziert
1. Apr. 2025

Kurz und knapp

Kurznachrichten und Informationen aus der (dentalen) Welt – April 2025
31. März 2025

Weniger Bürokratie, Bedarfsplanung bei den Ländern

Arbeitspapier zu Gesundheit und Pflege mit vielen Absichtserklärungen – erste Reaktionen
31. März 2025

Die braucht kein Kind

Stiftung Warentest untersucht Nahrungsergänzungsmittel für Kinder
26. März 2025

Mischung aus Information, Kontaktpflege und Fortbildung

Infotage Fachdental 2025 finden im Oktober in Stuttgart und im November in Frankfurt statt
24. März 2025

Nur „Sparen“ wird nicht helfen

Das Gesundheitssystem steht mit dem Rücken zur Wand – Dr. Uwe Axel Richter über Irrsinn, unmögliche Strukturreformen, bekannte Bastionen und die Werbeetats der Kassen