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Prof. Daniel Edelhoff stellt beim Cerec-Tag 2022 CAD/CAM-gefertigte Okklusions-Schienen vor

Ausgangssituation eines Abrasionsgebisses mit generalisierten starken Attritionen und traumatischen Frontzahnkontakten. Die Folgen sind ein Verlust der Vertikaldimension der Okklusion sowie erhebliche Proportionsveränderungen der Zähne.

(c) Prof. Dr. Daniel Edelhoff

Der Cerec-Tag 2022 führt wieder die Protagonisten der computergestützten Zahnheilkunde aus Klinik, niedergelassener Praxis und ZT-Labor zusammen, um über Erfahrungen mit den neuesten Entwicklungen in der Digitaltechnik zu berichten. Zum Thema „Entwicklungstrends in der computergestützten Zahnheilkunde“ berichtet Prof. Dr. Daniel Edelhoff, Direktor der Poliklinik Zahnärztliche Prothetik in München, auf dem Cerec-Tag am 17. September 2022 in Düsseldorf unter anderem über den Einsatz von CAD/CAM-gefertigten, funktionskorrigierenden Schienen zur Veränderung der Bisslage und der Vertikaldimension der Okklusion.

Okklusionskorrektur

Die Vorbehandlung mit Okklusionsschienen ist ein wichtiger Schritt bei komplexen Rehabilitationen mit Veränderung der Bisshöhe aufgrund von Zahnhartsubstanzdefekten (siehe Titelbild). Die Schienen dienen der Tonusminderung in der Kaumuskulatur zur reversiblen Korrektur einer von der Norm abweichenden Okklusion. Damit wird erreicht, eine neu definierte Bisslage in statischer und dynamischer Okklusion klinisch zu erproben. Mit dieser Therapie wird eine zeitlich ausgedehnte Überprüfung des Restaurationsentwurfs ermöglicht und eine hohe Vorhersagbarkeit für die definitive Rehabilitation geschaffen.

Die CAD/CAM-Technologie ermöglicht heute den Einsatz zahnfarbener Okklusionsschienen aus Polycarbonat (Abb. 1). Vorteil ist die höhere Passgenauigkeit durch Umgehung der Polymerisationsschrumpfung, die Verschleißfestigkeit und die geringere Schichtstärke gegenüber herkömmlichen PMMA-Schienen. Durch die Teilung in eine OK- und UK-Schiene bei größeren Bissänderungen können die im Wax-up festgelegten ästhetischen und funktionellen Aspekte komplett in die Okklusionsschienen übertragen und realitätsnah und reversibel vom Patienten erprobt werden (Abb. 2).

Grundlage für die CAD/CAM-gefertigte Polycarbonatschiene ist das klassische oder virtuelle Wax-up, das funktionell und ästhetisch der späteren Restauration entspricht. Die statische und dynamische Okklusion wird im virtuellen Artikulator überprüft unter Berücksichtigung einer Front-Eckzahn-Führung; Fehlkontakte werden korrigiert. Es folgt die ästhetische Evaluierung des Wax-up intraoral durch den Patienten mit Hilfe einer diagnostischen Schablone. Nach Übertragung der Daten in die Software erfolgt die NC-Fräsung aus bereits polymerisierten Ronden; die Schichtdicke der Schienen kann frakturresistent bis 0,3 mm gesenkt werden. Nach Eingliederung und dreimonatiger, komplikationsloser Evaluierung folgt die segmentale Umsetzung der erprobten Kieferrelation in definitive Restaurationen, zum Beispiel mit Okklusal-Veneers (Abb. 3).

CAD/CAM-gefertigten Schienen als funktionstherapeutische Vorbehandlung vereinfachen komplexe Rehabilitationen dadurch, dass eine segmentale Überführung in definitive Versorgungen bei Verwendung des „Zwei-Schienen-Konzepts“ ermöglicht wird.

Literatur:
Edelhoff D, Schweiger J, Prandtner O, Trimpl J, Stimmelmayr M, Güth JF: CAD/CAD-Schienen zur funktionellen und ästhetischen Evaluierung neu definierter Bisslagen. Quintessenz 2016; 67(10): 1195-1209

Darüber hinaus wird Prof. Edelhoff auf dem Cerec-Tag 2022 zu Weiterentwicklungen der keramischen Werkstoffe, Polymeren für die Totalprothetik berichten und Updates der Technologien für festsitzende und herausnehmbare Prothetik vorstellen. Mehr Informationen zum Cerec Tag und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

Quelle: Cerec Digitale Zahnmedizin Fortbildung aktuell

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