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Millerpreis für herausragende Forschung in der Zahnmedizin geht nach Regensburg

Verleihung des Millerpreises durch Prof. Dr. Jörg Wiltfang (links) an Priv. Doz. Dr. Konstantin Scholz, Regensburg, im Rahmen des Festakts des 50-jährigen APW-Jubiläums in Düsseldorf.

PD Dr. Konstantin J. Scholz, Ende 2023 habilitiert an der Universität Regensburg und seit März 2024 Oberarzt an der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie am Universitätsklinikum Freiburg, wurde mit dem Millerpreis der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) ausgezeichnet. Der renommierte höchstdotierte Preis der DGZMK, der herausragende wissenschaftliche Arbeiten in der Zahnmedizin ehrt, würdigt die im Rahmen seiner Habilitation mit dem Titel „Mikrobereichsanalytik und Mikromorphologie von Zahnhartsubstanzen“ durchgeführten Forschungsarbeiten zur Zahnhartsubstanzanalyse, neuartigen Kariostatika und Restaurationskonzepten. Die Erkenntnisse von Scholz und seinem Team bieten wichtige Einblicke in die Forschung zum langfristigen Schutz der Zahngesundheit.

Interessanter Ansatz für Therapie von Wurzelkaries

„Unsere Forschung zeigt, dass bestimmte neuartige Kariostatika auf Basis von Lanthanoidsalzen das Potenzial haben, Zahnhartsubstanzen effektiv zu stabilisieren und die Prävalenz von Karies langfristig senken zu können“, sagt Scholz. „Diese bislang experimentellen Substanzen interagieren anders mit Zahnhartsubstanzen als etablierte Fluoride und könnten sich beispielsweise gut für die Therapie von Wurzelkaries eignen, für die es bislang keine effektiven Therapeutika gibt.“

Kariostatika und langlebige Füllungen im Fokus

Die Forschungsarbeiten untersuchten spezielle Lanthanoidverbindungen, die auf Zahnhartsubstanzen akkumulieren sowie in sie eindringen können und so eine Demineralisierung verhindern beziehungsweise eine Remineralisation fördern. Diese Kariostatika könnten Karies besser vorbeugen und behandeln als bisher eingesetzte Methoden. Gleichzeitig zeigten die Forschenden, dass moderne, selbstadhäsive Füllungsmaterialien ohne zusätzliche „Klebstoffe“ (Adhäsive) stabil am Zahn haften beziehungsweise mit der Zahnhartsubstanz interagieren können. Dies könnte gemeinsam mit weiteren modernen Restaurationsstrategien ein wesentlicher Baustein für langfristige Randdichtigkeit und Lebensdauer der Restaurationen sein. Diese innovativen Ansätze bieten eine wichtige Grundlage für neue und verbesserte Konzepte in der Zahnmedizin mit dem Ziel des langfristigen Zahnerhalts.

Quelle: Universität Freiburg Zahnmedizin Prävention und Prophylaxe Menschen Restaurative Zahnheilkunde

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