Das Altern der Bevölkerung führt zu einem Anstieg der Prävalenz alternsbedingter Erkrankungen, so auch für das idiopathische Parkinsonsyndrom (IPS). Die Folgen dieser Erkrankung gefährden die Mundgesundheit und erschweren die Betreuungsfähigkeit der betroffenen Menschen. Eine Früherkennung der Erkrankung ist infolgedessen auch für die Zahnmedizin von Bedeutung. Die vorliegende systematische Literaturreview untersuchte die Eignung von Screeningverfahren für die zahnmedizinische Praxis. Dabei erwiesen sich je ein Testverfahren zur Beurteilung der Sturzangst bzw. der Handgeschicklichkeit sowie eine visuelle Analogskala zur Selbsteinschätzung von 5 kognitiven Kompetenzen als anwendbar. Diese Methoden beurteilten jedoch nur Teilaspekte der Erkrankung. Deshalb wurde eine Beobachtungscheckliste entwickelt, die für die zahnmedizinische Praxis ein erweitertes systematisches Screening motorischer und nichtmotorischer Parkinsonsymptome mit minimalem Zeitaufwand und minimalen Kosten ermöglicht.
Manuskripteingang: 06.01.2025, Manuskriptannahme: 06.02.2025
Schlagwörter: Alterszahnmedizin, idiopathisches Parkinsonsyndrom (IPS), Patientenscreening, zahnmedizinische Praxis