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Hunger und Wasserknappheit in Madagaskar spitzen sich zu – Spendenaufruf der Stiftung HDZ

(c) Stiftung HDZ

Die Brunnen sind schon lange ausgetrocknet und das Wasser aus den Wasserlöchern ist ungenießbar. Viele Menschen fliehen vor der Dürre aus dem Süden Madagaskars in Richtung Fort Dauphin. Nicht alle schaffen den mehrtägigen Fußmarsch und lassen sich erschöpft und entkräftet irgendwo im Busch nieder.

Um ihre Versorgung kümmern sich unter anderem kirchliche Missionen wie die Schwestern vom Orden „Filles de la Charité“ – eine Partnerorganisation des HDZ. Sie bringen den Bedürftigen Lebensmittelhilfen und Trinkwasser in den Busch, denn „was nützt der Reis, wenn es kein Wasser zum Kochen gibt“, sagt eine der Schwestern. Staatliche Hilfen gibt es ebenfalls, doch sie reichen nicht einmal annährend und kommen auch nicht immer rechtzeitig an. In den Städten ist die Lage nicht viel besser.

Dringende Bitte um Spenden

Madagaskar ist auf internationale Hilfe angewiesen, aber in Corona-Zeiten lassen auch diese auf sich warten. Das HDZ bittet daher dringend um Spenden für die Not leidende Bevölkerung.

Die Lage sei angespannt, berichten die HDZ-Projektpartner vor Ort. Die Schwestern vom Orden Filles de la Charité versorgen mittlerweile täglich mehr als 2.500 Menschen in ihrem Umfeld mit einer Mahlzeit. Vor der Corona-Krise waren es zehn Familien, heute sind es 500. Und täglich kommen mehr Menschen nach Fort Dauphin.

Mammutaufgabe zwischen Beschaffung und Bürokratie

„Wir fragen uns, wie lange wir die Lebensmittel- und Krankenversorgung noch durchhalten können“, schreibt eine der Schwestern. Die vielen Menschen versorgen zu können, ist eine Mammutaufgabe, die beim Einkauf der Lebensmittel beginnt und über die Zubereitung und Verteilung der Speisen bis zur Ausgabe der Trinkwasserrationen geht. Auch jede Menge administrative Aufgaben müssen die Helfer erledigen wie die Überprüfung der Bedürftigkeit, die Zuteilung von Berechtigungskärtchen, die Einteilung der Mitarbeiter und die Umsetzung von Hygienemaßnahmen.

Corona-Auswirkungen verschärfen die Not

Je länger die Auswirkungen von Corona andauern, desto größer wird die Not. „Viele Familien verkaufen ihre letzten Rinder zu Spottpreisen und fliehen in größere Städte in der Hoffnung auf Arbeit, Hilfe und Obdach – doch die gibt es kaum“, berichten die Schwestern dem HDZ. „Eine Katastrophe von solchem Ausmaß haben wir hier noch nicht erlebt.“

HDZ seit mehr als 20 Jahren auf Madagaskar aktiv

Das HDZ hat seine Unterstützung zugesichert, denn die Stiftung ist seit mehr als 20 Jahren auf Madagaskar aktiv und konnte gemeinsam mit dem Orden bereits einiges bewirken, um die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. So wurde unter anderem der Bau eines Dispensariums mit Zahnstationen umgesetzt, ein Zentrum für die Durchführung von Frauenförderungsprogrammen realisiert und 100 Häuser wieder aufgebaut, die ein Zyklon zerstört hatte. Zudem verdanken die Lepradörfer Jules und Belfort ihre Strom- und Wasserversorgung deutschen HDZ-Spendern.

 

 

Geld floss in erfolgreich umgesetzte Projekte

Im vergangenen Jahr flossen erneut rund 15.000 Euro in Madagaskar-Projekte. Damit konnte neben der vom HDZ finanzierten Grundschule in Tsihombe zusätzlich eine Zisterne in Betrieb genommen und ein Sportplatz gebaut werden. Auch der Neubau eines Treffpunkts im Tuberkulose-Zentrum St. Rock wurde abgeschlossen.

 

 

Die Menschen auf Madagaskar nicht vergessen

„Dass das von Armut, Krankheiten und Wirbelstürmen gebeutelte Land jetzt erneut vor einer humanitären Katastrophe steht, ist schrecklich“, so Dr. Klaus Winter, stellvertretender Vorsteher der Stiftung HDZ, der die Projekte in Madagaskar bis zur Corona-Pandemie besucht und begleitet hat. „Wir dürfen die Menschen auf Madagaskar daher nicht vergessen und bitten um großzügige Unterstützung!“

Yvonne Schubert, HDZ

Spendenkonto

Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

IBAN: DE28 3006 0601 0004 4440 00

BIC (SWIFT-Code): DAAEDEDD

Verwendungszweck: Madagaskar

Eine Spendenbescheinigung wird bei genauer Adressenangabe ausgestellt. Zur Steuerbegünstigung bis 300 Euro reicht seit 1. Januar 2021 nach Paragraf 50 Absatz 2 EStDV ein Kontoauszug. Weitere Informationen über die Arbeit der Stiftung HDZ, über Spenden und Zustiftungen auf der Internetseite.

Die traumhafte Landschaft Madagaskars verdeckt den Blick auf die bittere Armut.
Reference: Bunte Welt Nachrichten

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