International Journal of Computerized Dentistry, 2/2019
PubMed-ID: 31134221Seiten: 149-162, Sprache: Deutsch, EnglischKocsis, Christoph / Sommerlath Sohns, Jan M. / Graf, Isabelle / Dreiseidler, Timo / Kreppel, Matthias / Rothamel, Daniel / Zinser, Max / Sommerlath Sohns, Helena C. / Derlin, Thorsten / Braumann, Bert / Zöller, Joachim E. / Ritter, LutzZielsetzung: Die digitale Volumentomographie (DVT) verzeichnet einen zunehmenden Einsatz in der Kieferorthopädie. Bei der Bildgebung fallen häufig Befunde im gesamten Bilddatensatz auf, die nicht primär im Fokus der Fragestellung stehen. Diese können durchaus relevant sein. Das Ziel dieser Studie war es folglich, die Häufigkeiten und Relevanz dieser sogenannten Nebenbefunde herauszufinden.
Methode: Über einen Zeitraum von sechs Jahren wurden insgesamt 345 DVT-Aufnahmen (181 Männer; 164 Frauen; Alter: 16,3 ± 8,4 Jahre) begutachtet. Die dabei aufgefallenen Nebenbefunde (NB) wurden detektiert und in Untergruppen eingeteilt. Diese bestanden aus dentalen (Gruppe 1), ossären/skelettalen (Gruppe 2), Nasenhaupt-/Nasennebenhöhlen (Gruppe 3) und seltenen anderen Pathologien (Gruppe 4).
Ergebnisse: Insgesamt fanden sich in dem Kollektiv 502 NB bei 345 Patienten (im Durchschnitt 1,4 NB pro Patient). Die meisten der NB waren in der Gruppe 1 (356 NB; 71,3 %) und der Gruppe 2 (129 NB; 25,7 %). Im Detail waren dies beispielsweise 119 (34,5 %) Patienten mit einem fehlenden Weisheitszahn, 94 (27,3 %) Patienten mit einer Zahnaplasie, 71 (20,6 %) Patienten mit einer Verlagerung, 33 (9,6 %) Patienten mit einer partiellen Verschattung der Nebenhöhlen und 27 (7,8 %) Patienten mit Zeichen einer (aktiven/floriden) Sinusitis.
Schlussfolgerung: Diese Studie hebt hervor, dass NB mit Relevanz bei kieferorthopädischen Patienten in der DVT-Bildgebung regelmäßig vorkommen, sogar in einem recht jungen Patientenkollektiv. Die meisten NB sind ohne Konsequenzen, dennoch sollten Kieferorthopäden achtgeben auf NB, die eine weitere Diagnostik oder Behandlung benötigen. Das Übersehen könnte erhebliche Folgen haben. Deshalb empfehlen wir, nur nach einem umfangreichen Kenntniserwerb DVT-Aufnahmen zu beurteilen.
Schlagwörter: DVT, digitale Volumentomographie, Nebenbefunde, Kieferorthopädie, kranio-maxillo-fazial, 3-D-Bildgebung
Senioren-Zahnmedizin, 3/2015
Seiten: 135-143, Sprache: DeutschNeugebauer, Jörg / Kistler, Frank / Kistler, Steffen / Rothamel, Daniel / Scheer, Martin / Zöller, Joachim E.Der medizinische Fortschritt ermöglicht auch dem alternden Patienten eine hohe Lebensqualität. Damit geht dessen Bereitschaft einher, sich zahnärztlich anspruchsvoll versorgen zu lassen. Für eine implantatprothetische Behandlungsplanung ist es daher notwendig, dass neben den dentalen Befunden auch die internistischen Risikofaktoren genau erkannt und die psychosozialen Faktoren berücksichtigt werden. Nur auf der Grundlage einer sorgfältigen und individuell auf den Patienten abgestimmten Therapieplanung, können die verschiedenen Versorgungskonzepte genutzt und eine hohe Patientenzufriedenheit sowie Behandlungsgüte erreicht werden.
Quintessenz Zahnmedizin, 10/2015
ImplantologieSeiten: 1167-1177, Sprache: DeutschRothamel, Daniel / Fienitz, Tim / Kielhorn, Jan / Jelusic, Damir / Schlee, Markus / Smeets, Ralf / Giesenhagen, Bernd / Happe, Arndt / Zöller, Joachim E.Neben der Verwendung von xenogenem und alloplastischem Knochenersatz kommen nach langjähriger Zurückhaltung auch in Deutschland bei Kieferdefektrekonstruktionen zunehmend allogene Augmentationsmaterialien zum Einsatz. Der Beitrag gibt einen Überblick über verschiedene Arten von allogenem Knochen und ihr individuelles Gefährdungspotenzial. Außerdem werden klinische Ergebnisse zu mineralisierten prozessierten Allografts zusammengefasst und neue Techniken skizziert, deren vielversprechende Resultate bislang der Anwendung von patienteneigenem Knochen vorbehalten waren.
Schlagwörter: Allogenes Knochenersatzmaterial, Augmentation, gesteuerte Knochenregeneration, Allograft, Ringtechnik
QZ - Quintessenz Zahntechnik, 4/2014
Case ReportSeiten: 412-430, Sprache: DeutschNeugebauer, Jörg / Kistler, Steffen / Adler, Stephan / Kistler, Frank / Zöller, Joachim E.8 Jahre klinische Erfahrungen und zukünftige OptionenDer Beitrag stellt die Möglichkeiten des SICAT Diagnose- und Planungsprogramm von der ersten Planung bis zur chirurgischen und prothetischen Umsetzung am Beispiel von mehreren Patientenfällen dar. Klinische Erfahrungen aus verschiedenen Untersuchungen nach über acht Jahren in der klinischen Anwendung werden vorgestellt und neue Optionen des Systems besprochen.
Schlagwörter: Implantatprothetik, Implantatdiagnostik, navigierte orale Implantation, Backward planning, digitale Planung, 3-D-Implantat-Planungssoftware, Implantationsschablone, SICAT
Implantologie, 3/2014
Seiten: 249-258, Sprache: DeutschNickenig, Hans-Joachim / Bonsmann, Martin / Wichmann, Manfred / Eitner, Stephan / Zöller, Joachim E. / Kreppel, MatthiasDas Bone-Splitting zählt zu den verlässlichsten und effektivsten Augmentationsverfahren bei horizontalem Knochendefizit. Vorzüge sind die einzeitige Vorgehensweise und die Begrenzung auf ein Operationsgebiet, da eine Knochenentnahme in der Regel entfällt. Der Indikationsbereich des Bone-Splittings bezieht sich nicht nur auf die horizontale Defizitsituation, sondern umfasst unter Praxisbedingungen auch einen Großteil der Kombinationsdefekte mit geringen bis mittleren vertikalen Defiziten, in denen ein implantatprothetischer Ausgleich geplant ist. Da die klinische Diagnostik und das konventionelle Röntgenbild wenige Informationen zur transversalen Kiefermorphologie geben, ist die Indikationsstellung eines Bone-Splittings schwierig, der minimalinvasive Zugang ist aufgrund des Bedarfs der intraoperativen Darstellung des Kieferkammes nicht möglich. Das 3-D-basierte, minimalinvasive Bone-Splitting ermöglicht eine sichere Indikationsstellung sowie eine minimalinvasive Technik durch die Übertragung der Planungsergebnisse in den Eingriff mittels Führungsschablone und Splitting-Vektor. Das Verfahren ist in der Kölner Klinik und einer Praxisklinik in Düsseldorf seit mehreren Jahren etabliert.
Schlagwörter: Bone-Splitting, Bone-Spreading, dreidimensionale Diagnostik, Führungsschablonen, minimalinvasive Techniken
International Journal of Computerized Dentistry, 2/2014
PubMed-ID: 25098159Seiten: 115-124, Sprache: Englisch, DeutschRitter, Lutz / Palmer, J. / Bindl, Andreas / Irsen, Stefan / Cizek, Jirka / Karapetian, Viktor-E. / Zöller, Joachim E.In dieser Studie beschreiben die Autoren ein experimentelles Verfahren zu chairside gefertigten Bohrschablonen, die ausschließlich auf digitalen Daten basieren. Darüber hinaus wird eine erste Evaluation der In-vitro-Genauigkeit dieser Schablonen auf Gipsmodellen präsentiert. Materialien und Methoden: Es wurden 24 Implantate nach dem neuen Verfahren, das auf Registrierung der DVT- und CAD/CAM-Daten basiert, geplant und anschließend die Pilotbohrungen durchgeführt. Um die virtuelle Planung in die Realität zu übertragen, wurden aus einem Stück chairside Bohrschablonen gefräst. Anschließend erfolgte die Eruierung der Messgenauigkeit.
Ergebnisse: Die Erstellung der chairside gefrästen Bohrschablonen war erfolgreich und die Genauigkeit der Pilotbohrung lag zwischen 0,17 und 1,3 mm. Fazit: Im Rahmen dieser experimentellen Studie konnten die Autoren feststellen, dass die chairside vorgenommene Herstellung von Bohrschablonen möglich ist. Sie erfordert keine Vorbereitungen vor dem DVT-Scan.
Schlagwörter: Genauigkeit, dentale Implantologie, digitale Volumentomographie (DVT), dentale CAD/CAM, computerassistierte Chirurgie, Bohrschablone, chirurgische Bohrschablone
Implantologie, 2/2014
Seiten: 125-136, Sprache: DeutschZöller, Joachim E. / Rothamel, Daniel / Neugebauer, JörgDurch die Einführung der Distraktionsosteogenese in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Mitte der 1990er Jahre vor allem für die Behandlung von congenitalen Fehlbildungen hat sich zunächst eine rasante Entwicklung bei der vertikalen Alveolarfortsatzdistraktion auf Basis der TRACK- (Tissue Regeneration by Alveolar Callusdistraction Köln-)Distraktoren für die präimplantologische Augmentation gezeigt. Da das Verfahren eine hohe chirurgische Fertigkeit und eine intensive Patientenbetreuung in der postoperativen Nachsorge erfordert, wird das Verfahren heute selektiv für besondere Indikationen angewendet. Bei genauer Indikationsstellung, besonders bei mehrfach erfolgten Voroperationen, ist dieses Verfahren den anderen Augmentationstechniken im Bezug auf die Komplikationsrate und die mögliche vertikale Defektrekonstruktionshöhe überlegen.
Schlagwörter: vertikale Augmentation, Komplikation Augmentation, Optimierung Implantatposition, Weichgewebemanagement
Team-Journal, 3/2013
Seiten: 161-163, Sprache: DeutschRitter, Lutz / Grosch, Michael / Zöller, Joachim E.Implantologie, 2/2013
Seiten: 159-170, Sprache: DeutschHappe, Arndt / Nickenig, Hans-Joachim / Zöller, Joachim E. / Rothamel, DanielNachdem die Implementierung von Bindegewebetransplantaten mit mikrochirurgischen Techniken zu einem Paradigmenwechsel in der Parodontalchirurgie geführt hatte, wurden diese auch bald in der Implantatchirurgie adaptiert. Viele Autoren empfehlen Bindegewebetransplantate vor allem in der ästhetischen Zone. Dabei ist auch heute die Datenlage bezüglich Augmentation mit Weichgewebetransplantaten eher schwach. Die wenigen wissenschaftlichen Studien, die vorhanden sind, favorisieren jedoch eindeutig subepitheliale Bindegewebetransplantate. Bindegewebetransplantate können als freie oder gestielte Transplantate zu verschiedenen Zeitpunkten der implantologischen Behandlung zum Einsatz kommen: bei der Extraktion (also vor der Implantation), bei der Implantation (als eigenständiger Eingriff vor der Freilegung), bei der Freilegung oder als korrektiver Eingriff nach der prothetischen Versorgung. Dabei sind jedoch die Limitationen dieser Techniken zu respektieren. Der Artikel gibt einen Überblick über typische Einsatzgebiete von subepithelialen Bindegewebetransplantaten in der Implantologie in der ästhetischen Zone.
Schlagwörter: Bindegewebetransplantat, Mikrochirurgie, Ästhetik, Implantologie, Rezession
Implantologie, 1/2013
Seiten: 63-72, Sprache: DeutschNeugebauer, Jörg / Kistler, Frank / Kistler, Steffen / Rothamel, Daniel / Scheer, Martin / Zöller, Joachim E.Der medizinische Fortschritt ermöglicht auch dem alternden Patienten eine hohe Lebensqualität. Damit geht dessen Bereitschaft einher, sich zahnärztlich anspruchsvoll versorgen zu lassen. Für eine implantatprothetische Behandlungsplanung ist es daher notwendig, dass neben den dentalen Befunden auch die internistischen Risikofaktoren genau erkannt und die psychosozialen Faktoren berücksichtigt werden. Nur auf der Grundlage einer sorgfältigen und individuell auf den Patienten abgestimmten Therapieplanung, können die verschiedenen Versorgungskonzepte genutzt und eine hohe Patientenzufriedenheit sowie Behandlungsgüte erreicht werden.
Schlagwörter: Geriatrische Behandlungsplanung, Implantatversorgung für ältere Patienten, minimal invasive Implantologie, Risikofaktoren